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Stabsgebäude

Das Stabsgebäude am Raumhafen

Das Stabsgebäude steht am Rand des Raumhafens. Seine Vorderseite zeigt zur Straße und zum übrigen Raumhafengelände, die Rückseite direkt zum Landefeld. Dort liegen sechs Landeplätze, auf denen normalerweise ein bis vier Ornithopter stehen. Durch mehrere kleine Bullaugen in der Rückwand können die Soldaten das Landefeld beobachten.

Das Gebäude ist ein typischer Mars-Rund- bzw. Kuppelbau: zweiflügelig angelegt, mit einem mittigen Eingang und einem leicht gewölbten Dach. Es wirkt zweckmäßig und solide, aber schon etwas alt. An der Fassade finden sich Reparaturstellen, nachträglich eingesetzte Leitungen und unterschiedlich gefärbte Platten.

Eingang und Wachposten

Der mittige Eingang liegt zwischen den beiden Gebäudeflügeln. Zwei Wachmarser stehen davor und kontrollieren, wer das Gebäude betritt.

Die beiden sind schon lange im Dienst und nehmen ihre Aufgabe sehr ernst – allerdings auf unterschiedliche Weise:

  • Gruls – breitschultrig, wortkarg und misstrauisch. Er kontrolliert Ausweise grundsätzlich zweimal.
  • Teran – etwas dünner und redseliger. Er kennt gefühlt jeden Soldaten am Raumhafen und kommentiert gerne, welcher Ornithopter gerade landet.

Beide tragen einfache Mars-Schutzanzüge mit Dienstabzeichen, Funkgerät und Seitenwaffe. Bei ungewöhnlichen Besuchern werden sie sofort aufmerksam.

Keller – der Brohle-/Gallertkeller

Unter dem Gebäude befindet sich ein niedriger, warmer Keller. Hier wird Brohle, also Gallertstein, gelagert und verheizt.

Brohle wird ähnlich wie Kohle verwendet: Die festen Gallertbrocken werden in einem Heizraum verbrannt und liefern Wärme für das Gebäude. Im Keller liegen deshalb große Vorräte in groben Holz- und Metallverschlägen.

Der Keller ist über das Treppenhaus erreichbar. Zusätzlich gibt es auf der Rückseite des Gebäudes mehrere Kohlekeller-Klappen. Durch diese können Lieferanten Brohle direkt von außen in den Keller schütten, ohne das Stabsgebäude betreten zu müssen.

Der Keller riecht nach heißem Stein, Staub und etwas, das entfernt an verbrannten Honig erinnert.

Kleine Besonderheit: Manche Brohlebrocken sind noch leicht warm. Wer einen davon zu lange in der Hand hält, bekommt erstaunlich warme Finger.


Erdgeschoss

Hinter dem Eingang liegt ein kleines Vestibül. Direkt dahinter befindet sich das zentrale Treppenhaus.

Links und rechts führen zwei lange Flure in die Gebäudeflügel. An beiden Seiten der Flure liegen Türen zu den Büros.

Die Einrichtung ist schlicht: Schreibtische, Aktenschränke, Funkgeräte, Karten, Dienstpläne und überall Papierstapel.

1. Obergeschoss

Das erste Obergeschoss entspricht grundsätzlich dem Erdgeschoss. Auch hier gehen vom zentralen Treppenhaus zwei Flure nach links und rechts ab.

Hier befinden sich weitere Büros und Räume für Besprechungen und Planung. Die Bullaugen auf der Rückseite bieten einen guten Blick auf das Landefeld.


Die fünf wichtigen Büros

1. Dienstplanbüro

Hier werden Dienstpläne, Wachpläne und Einsatzzeiten verwaltet.

An der Wand hängt ein großer Plan mit Namen, Uhrzeiten und handschriftlichen Änderungen. Ein besonders auffälliger Dienstplan verrät, welche Soldaten für den bevorstehenden Einsatz eingeteilt wurden.

Der Schreibtisch ist übersät mit Stempeln, Klemmbrettern und halb ausgetrunkenen Bechern.

Benutzer: Feldwebel Marn, ein pedantischer Schreiber, der selbst bei einem Feuer zunächst den richtigen Dienstplan sucht.

2. Funkbüro

Das Funkbüro ist das technische Zentrum des Gebäudes. Mehrere Funkgeräte stehen auf einem langen Tisch, Kabel führen zu Antennen auf dem Dach.

Hier laufen Meldungen vom Raumhafen, vom WEL und von anderen militärischen Stellen ein.

Benutzer: Gefreiter Teran, wenn er nicht gerade Wache steht.

Auf einem kleinen Zettel neben dem Funkgerät steht:

„NICHT ANFASSEN. FUNKTIONIERT SO.“

Niemand weiß genau, wer den Zettel geschrieben hat.

3. Einsatz- und Kartenbüro

An den Wänden hängen Karten des Raumhafens und der Umgebung. Eine große Karte zeigt das Gelände rund um die PFA.

Auf einem Tisch liegen Marskarten, Fähnchen und kleine Markierungssteine.

Hier finden die Einsatzbesprechungen statt. Unter anderem können hier die Gefreiten Gruls und Teran bei der Vorbereitung des PFA-Sturms beobachtet werden.

Benutzer: Hauptmann Räuchert, der Einsatzoffizier. Er spricht gerne von „strategischer Übersicht“, obwohl er meistens auf eine Karte starrt und versucht herauszufinden, wo Süden ist.

4. Material- und Sprengstoffbüro

Dieses Büro verwaltet das militärische Material. Hier werden Werkzeuge, Zünder, Sprengmittel und besondere Ausrüstung dokumentiert.

Die eigentlichen größeren Vorräte befinden sich im Sprengstofflager im HR-Hangar, aber hier liegen die Listen und Schlüssel.

Benutzer: Unteroffizier Brelz, ein äußerst ordentlicher Mann, der jeden Gegenstand zählt.

Er hasst den Satz:

„Das war bestimmt schon so.“

5. Stabsbüro

Das eigentliche Herz des Gebäudes. Hier sitzen die höheren Offiziere und koordinieren den laufenden Betrieb.

Ein großer Schreibtisch steht vor einer Wand voller Karten, Meldungen und Tafeln. Durch die Bullaugen kann man direkt auf das Landefeld sehen.

Hier werden Entscheidungen getroffen, Meldungen gesammelt und Befehle weitergegeben.

Benutzer: Major Varn, der ranghöchste Offizier im Gebäude.

Er wirkt meistens müde, gereizt und überarbeitet. Neben seinem Schreibtisch steht eine kleine Heizplatte, auf der ständig eine Tasse steht, deren Inhalt niemand jemals trinken sieht.


Skurrilitäten

Das Bullauge des Ärgers

Eines der Bullaugen im oberen Stockwerk zeigt genau auf den sechsten Landeplatz.

Ausgerechnet dort steht besonders häufig ein Ornithopter so, dass er die Sicht versperrt.

Das führt dazu, dass Major Varn regelmäßig zum Fenster geht, hinausschaut und leise sagt:

„Natürlich.“

Niemand weiß, warum ihn das jedes Mal aufs Neue überrascht.

Die sprechende Heizung

Die alte Brohle-Heizung im Keller besitzt eine defekte Steuerung. Wenn sie besonders heiß läuft, knackt sie und gibt gelegentlich einzelne Wörter aus dem alten Gebäudefunksystem wieder.

Manchmal hört man mitten in der Nacht:

„Meldung … angekommen.“

Oder:

„Bitte warten.“

Die Wachmarser behaupten, die Heizung könne zuhören. Die Techniker behaupten, das sei Unsinn.

Die Techniker meiden den Keller trotzdem nachts.